Zum Inhalt springen

Ratgeber · Preise

Wann sind Bahntickets am günstigsten?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat an 690 Tagen Preise erhoben. Die Daten zeigen, wie stark Wochentag, Uhrzeit und Buchungsvorlauf den Preis beeinflussen.

  • Teurer
    76 %
  • Entsprach
    19 %
  • Günstiger
    5 %
Erhebungstage nach Verhältnis von beobachtetem zu beworbenem günstigstem Preis, 688 Tage. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.
Inhalt · 8 Themen

Der beworbene Preis ist selten der buchbare

Der Super Sparpreis ist das günstigste Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn, und die Bahn nennt auf ihrer Angebotsseite täglich den niedrigsten Preis dafür. Der vzbv hat verglichen, was an denselben Tagen tatsächlich buchbar war.

An 76 von 100 Erhebungstagen lag der günstigste buchbare Preis für eine Fahrt zwischen 7 und 19 Uhr über dem beworbenen Preis. Zwischen 15 und 157 Prozent darüber. An 19 Prozent der Tage stimmte er, an 5 Prozent lag er darunter.

Das gilt für Fahrten tagsüber auf 20 Verbindungen zwischen Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Vor 7 und nach 19 Uhr kann der Anteil passender Tage höher liegen - dort hat die Studie nicht gemessen.

Der beworbene Einstiegspreis reicht deshalb nicht für die Reiseplanung. Entscheidend ist, welcher Preis für deine konkrete Verbindung tatsächlich buchbar ist.

Dienstag und Mittwoch statt Freitag und Sonntag

Über alle erhobenen Fahrten lag der Median des Super Sparpreises am Dienstag und Mittwoch bei 27,99 €. Am Freitag und Sonntag waren es 47,99 € - ein Unterschied von 71 Prozent.

Montag lag bei 33,99 €, Donnerstag bei 37,99 €, Samstag bei 35,99 €. Samstag ist damit der günstigste Reisetag am Wochenende - deutlich vor Freitag und Sonntag.

Wenn dein Reisetag feststeht, bleiben vor allem Abfahrtszeit und Buchungsvorlauf als Stellschrauben.

  • Montag
    33,99 €
  • Dienstag
    27,99 €
  • Mittwoch
    27,99 €
  • Donnerstag
    37,99 €
  • Freitag
    47,99 €
  • Samstag
    35,99 €
  • Sonntag
    47,99 €
Median des erhobenen Super Sparpreises nach Wochentag. Dienstag und Mittwoch sind die günstigsten, hervorgehoben. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.

Randzeiten statt Mittag

Die Bahn steuert ihre günstigen Kontingente nach Auslastung. Deshalb hängt die Chance auf den günstigsten Preis des Tages stark daran, wann du fahren willst.

Zwischen 16 und 19 Uhr lag der günstigste erhobene Tagespreis in 66 Prozent der Fälle. Für 7 bis 10 Uhr waren es 48 Prozent, für 13 bis 16 Uhr 23 Prozent und für 10 bis 13 Uhr 19 Prozent.

Im untersuchten Zeitraum war die Chance auf den günstigsten Tagespreis vormittags am niedrigsten. Fahrten vor 7 und nach 19 Uhr wurden nicht erfasst.

  • 7-10 Uhr
    48 %
  • 10-13 Uhr
    19 %
  • 13-16 Uhr
    23 %
  • 16-19 Uhr
    66 %
Beobachtete Wahrscheinlichkeit, den günstigsten Preis des Tages zu bekommen, nach Zeitfenster. Der Abend ist am besten, hervorgehoben. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.

Zwölf Wochen vorher

Der Vorlauf hat den stärksten Einfluss von allen fünf Faktoren. Der Median des Super Sparpreises lag bei einer Buchung zwölf Wochen im Voraus bei 19,99 €. Bei drei Wochen bei 35,99 €. In den letzten sieben Tagen vor der Fahrt bei 55,99 €.

Kurzfristige Buchungen kosteten damit im Median knapp das Dreifache. Dann waren viele günstige Kontingente bereits ausverkauft.

Weiter als zwölf Wochen im Voraus lässt sich nicht immer buchen, weil nur die aktuelle Fahrplanperiode im Verkauf ist. Für spätere Fahrten musst du den Verkaufsstart abwarten.

  • 12 Wochen
    19,99 €
  • 3 Wochen
    35,99 €
  • 7 Tage
    55,99 €
Median des erhobenen Super Sparpreises nach Vorbuchungsfrist. Zwölf Wochen im Voraus ist am günstigsten, hervorgehoben. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.

Der erste Ferien-Samstag

Am Beispiel Berlin-Frankfurt hat der vzbv die Samstage zum Ferienbeginn in Berlin mit der jeweiligen Vorwoche verglichen. In 9 von 10 Fällen lag der Super Sparpreis darüber, beim Flexpreis in 8 von 10.

Der größte gemessene Abstand betrug 211 Prozent. Für Familien lässt sich der Reisetag zum Ferienbeginn oft kaum verschieben.

In diesem Fall ist frühes Buchen besonders wichtig. Die Ferientermine stehen lange vorher fest; buchen kannst du, sobald die Verbindung in den Verkauf geht.

  • Super Sparpreis
    9 von 10
  • Flexpreis
    8 von 10
Anteil der verglichenen Ferienstarts, an denen der Preis über dem Samstag der Vorwoche lag. Zehn Berliner Ferienstarts auf der Strecke Berlin-Frankfurt. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.

Auch der Flexpreis schwankt

Der Flexpreis ist ein Ticket ohne Zugbindung, aber kein fester Streckenpreis. Im Fahrplanjahr 2025 unterschied er sich je nach Reisetag erheblich.

Auf 8 der 20 untersuchten Verbindungen war der höchste erhobene Flexpreis mehr als doppelt so hoch wie der niedrigste. Auf Frankfurt-Köln lag die Spanne zwischen 42,30 € und 114,20 €, auf Berlin-Köln zwischen 99,90 € und 185,10 €.

Wer zeitlich flexibel ist, vergleicht also auch beim Flexpreis mehrere Tage. Vom Vorlauf bleibt er dagegen weitgehend unberührt.

  • Frankfurt-Köln42,30-114,20 €
  • Berlin-Köln99,90-185,10 €
Niedrigster bis höchster beobachteter Flexpreis im Fahrplanjahr 2025. Quelle: vzbv-Preismonitoring, eigene Darstellung.

Woher die Zahlen kommen

Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus dem Preismonitoring des Verbraucherzentrale Bundesverbands, veröffentlicht am 29. Juli 2026. Erhoben wurde vom 1. Juni 2024 bis zum 30. April 2026: 278.719 Verbindungsabfragen an 690 Tagen.

Untersucht wurden alle 20 Direktverbindungen zwischen Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main, jeweils in der 2. Klasse und mit Abfahrt zwischen 7 und 19 Uhr, in drei Vorbuchungsfristen: sieben Tage, drei Wochen und zwölf Wochen.

Für alle Zahlen gelten zwei Einschränkungen: Es sind Mediane über 20 Metropolverbindungen, keine Aussage über eine einzelne Strecke. Außerdem stammen sie aus vergangenen Beobachtungen und sind keine Prognose für deinen Reisetag.

Die Bahn hat der Untersuchung widersprochen. Sie verweist darauf, dass Fahrten vor 7 und nach 19 Uhr nicht erfasst wurden, dass dort besonders viele günstige Tickets liegen, und dass die Kontingente nach Auslastung gesteuert werden.

Quelle: vzbv, „Ticketpreise der Deutschen Bahn - Preismonitoring von Juni 2024 bis April 2026". Chartbericht als PDF und Pressemitteilung des vzbv.

Bahnsparer ist unabhängig und gehört weder zum vzbv noch zur Deutschen Bahn AG. Der vzbv hat diese App weder geprüft noch empfohlen.

Was Bahnsparer damit macht

Bahnsparer fragt die verfügbaren Preise für deine Strecke ab und stellt Reisetage und Verbindungen direkt gegenüber. So musst du dich nicht auf allgemeine Faustregeln verlassen.

Reisetag und Uhrzeit: Der Kalender zeigt bis zu 14 Tage, markiert den günstigsten und nennt den im Schnitt günstigsten Wochentag. Beim Öffnen eines Tages vergleichst du alle Abfahrten und grenzt sie nach Uhrzeit ein.

Verbindung und Vorlauf: Preis, Fahrzeit und historische Zuverlässigkeit stehen nebeneinander. Einen festen Reisetag kannst du auf neue Tiefstpreise und verschwundene Sparpreise beobachten; eine wöchentliche Beobachtung reicht zwölf Wochen voraus.

Die App gibt keine Buchungsempfehlung. Preise bleiben unverbindlich; gekauft wird beim jeweiligen Anbieter.

Nach der Zugauswahl prüft Bahnsparer außerdem automatisch, ob ein unterstützter Anbieter die Sitzplatzreservierung günstiger verkauft. So funktioniert der Reservierungsvergleich.

Zum Bahnsparer-Handbuch