Die kurze Antwort
Bei einem Split-Ticket kaufst du zwei Fahrkarten für Teilstrecken statt einer durchgehenden Fahrkarte. Du kannst dabei im selben Zug bleiben. Weil jede Teilstrecke einzeln bepreist wird, kann ihre Summe niedriger sein.
Bekannt wurde das Prinzip durch ein Beispiel mit 84 Prozent Ersparnis auf einer Strecke. Solche Extremfälle sind selten. Ob es bei deiner Verbindung günstiger ist, hängt von den verfügbaren Kontingenten am jeweiligen Tag ab.
Was die Messung ergab
Im letzten eigenen Test wurden sechs Fernverbindungen und 32 mögliche Trennstellen bepreist. In allen Fällen war das durchgehende Ticket günstiger.
Günstigere Aufteilungen gibt es trotzdem. Ein Fachtest fand auf einzelnen Strecken 10 bis 18 Euro Unterschied; der bekannte Extremfall lag bei 84 Prozent. Entscheidend sind die verfügbaren Sparpreise auf den Teilstrecken am jeweiligen Tag.
Das deckt sich mit dem, was unabhängig geprüft wurde. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, sparen lasse sich damit eher selten - oft würden die Tickets durch das Splitting sogar teurer.
Deshalb verspricht Bahnsparer keine Ersparnis. Die App zeigt entweder eine günstigere Aufteilung mit beiden Teilpreisen oder die Zahl der geprüften Halte, wenn das durchgehende Ticket günstiger ist.
Wann es doch klappt
Ob ein Split-Ticket günstiger ist, hängt von den noch verfügbaren Sparpreisen auf den Teilstrecken ab. Das kann sich täglich ändern; eine verlässliche Faustregel gibt es nicht.
Lange Strecken bieten mehr mögliche Trennstellen. Wenn ein Teil der Fahrt im Nahverkehr liegt, solltest du außerdem prüfen, ob dein Deutschlandticket diesen Abschnitt abdeckt.
Was du dafür aufgibst
Jeder Teil eines Splits ist ein eigenes Ticket, und Fahrgastrechte gelten pro Ticket. Bei einer durchgehenden Fahrkarte haftet die Bahn für die ganze Reise; bei zwei Tickets endet ihre Zusage an der Trennstelle.
Bleibst du im selben Zug sitzen, kannst du nichts verpassen. Liegt die Trennstelle an einem Umstieg und der erste Zug kommt zu spät, hilft dir dein zweites Ticket nicht weiter — es ist ein eigener Vertrag. An jedem Vorschlag steht deshalb, welcher der beiden Fälle vorliegt.
Welche Entschädigung bei einer verspäteten Ankunft möglich ist
Selbst prüfen, ohne zu rechnen
Wähle deine Verbindung aus und öffne die Übersicht. Bahnsparer prüft die Split-Tickets dort von selbst: In den Sparchecks steht je Richtung eine Zeile „Split-Tickets" mit dem Ergebnis. Die App vergleicht DB-Teilpreise und passende Ticket-Shops wie ČD für dieselben Züge. Ist eine Aufteilung günstiger, zeigt sie Trennstelle, Teilpreise und die jeweilige Buchungsaktion. Fehlgeschlagene Shop-Prüfungen bleiben erkennbar. Gebucht wird beim jeweiligen Anbieter; dessen Preis ist verbindlich.

